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Der MP Impuls zum Wochenende

“Das tut man nicht…” oder positiv: “Das gehört sich so!”
Wer kann sich nicht an solche oder ähnliche Sprüche seiner Eltern erinnern? Eltern meinen es gut mit Ihren Kindern, das steht völlig außer Frage! Doch sie sind in der Regel auch die ersten in unserem Leben, die Grenzen in unserem Kopf implementieren.
“Das ist doch völlig normal!”, höre ich Sie sagen. “Grenzen müssen sein!”
Sie haben völlig recht und dennoch heißt das nicht, dass Grenzen nicht auch negative Auswirkungen für uns haben. Denn nach den Eltern kommen im Leben viele weitere Menschen und Institutionen, die uns Grenzen setzen. Verwandte, Freunde, Arbeitgeber und Vorgesetzte, Kunden und viele mehr. Viele Grenzen müssen sein, darauf baut unser menschliches Zusammenleben schließlich auf. Unsere menschliche Entwicklung baut jedoch auch darauf aus, dass wir vieles ausprobieren, um ein eigenes Erfahrungswissen aufzubauen und zu wissen, was uns gut tut und was nicht. Für diese Erfahrungen muss man manchmal den Mut aufbringen, Grenzen zu überschreiten.

Eine gute Freundin erzählte mir vor kurzem von einer jungen Frau, die mit Mitte 20 widerwillig noch bei den Eltern lebt, was natürlich nicht verwerflich ist. Sie hat Schwierigkeiten ihr Studium zu beenden, weil sie nicht weiß, was sie danach machen möchte. Sie hat Angst auszuziehen, weil sie fürchtet, nicht auf eigenen Beinen stehen zu können. Sie traut sich kein Praktikum zu, weil sie im Unternehmen verloren und hilflos wirken könnte. Sie hat schließlich erhebliche gesundheitliche Probleme, die ich nicht vertiefen möchte.

Überall Grenzen, die zu Ängsten geworden sind. Diese zu überwinden erscheint der jungen Frau aktuell schier unmöglich. Sie ist gefangen in der eigenen Welt, in der sie gleichzeitig allein und unglücklich ist.

Das ist vielleicht ein extremes Beispiel – bei genauerem Hinsehen geht es allerdings vielen Menschen so oder so ähnlich. Anfänglich sinnvolle Grenzen sind irgendwann zu eigenen Begrenzern geworden, zu unüberwindlichen Hindernissen im eigenen Kopf. Sie halten uns fest und lassen uns nicht mehr ausprobieren, sondern verharren. Wir bemühen uns, es allen recht zu machen. Wir wollen alle Konventionen erfüllen, weil wir glauben, dass das von uns erwartet wird. Einmal ausbrechen – einen Schritt zu weit gehen und einfach mal umsehen, wie es das Einstiegszitat nennt? Es scheint so schwer…

Und wenn sie tanzt ist sie wo anders
Für den Moment dort wo sie will
Und wenn sie tanzt ist sie wer anders
Lässt alles los nur für das Gefühl
Dann geht sie barfuß in New York
Schwimmt alleine durch Alaska
Springt vor Bali über Board
Und taucht durch das blaue Wasser
Und wenn sie tanzt
Ist sie woanders
Lässt alles los
Nur für das Gefühl

(aus: Max Giesinger / Wenn Sie tanzt)

Akzeptieren wir die Grenzen, akzeptieren wir auch, dass wir uns nicht weiterentwickeln werden. Leben aber ist ein lebenslanger Entwicklungsprozess!

Wo sind Ihre Grenzen? Was hält Sie fest? Was würden Sie sooo gerne einmal ausprobieren, aber…??

TUN Sie es – zurück können Sie (fast) immer!

Die Alternative ist, es nicht zu tun und ein Leben lang etwas nachzutrauern. Das ist viel schlimmer als etwas gewagt und ausprobiert zu haben, vielleicht einen Schritt zu weit gegangen zu sein und mit einer Entschuldigung zurück zu gehen.

Überwinden Sie Ihre eigenen Grenzen!

Viel Spaß dabei und ein schönes Wochenende!

Der MP Impuls zum Wochenende

Es war keine leichte Entscheidung – Fussball war immer Teil meines Lebens, seit ich 17 Jahre alt war. Erst als Schiedsrichter, dann als Fan meines Sohnes, dann wieder als Schiedsrichter und in den letzten Jahren als Schiedsrichterbeobachter. Falls Sie nicht genau wissen, was die Aufgabe eines Beobachters ist: Das sind Menschen, die sich Spiele ansehen, den Schiedsrichter bewerten und ihm durch Coaching helfen, noch besser zu werden. Seit November ruht der Ball und ich habe jetzt acht Monate ohne Fussball verbracht. Und – mir fehlt nichts.

Wie jedes Jahr steht im Juni die Frage an, ob ich weitermachen möchte. Dies bislang nie eine Frage war. Doch diesmal ist das plötzlich anders. Ich müsste noch einiges an online-Material bearbeiten, der jährliche Regeltest steht an und ich sollte mich mal wieder mit Regelfragen beschäftigen. Ich sollte, ich müsste – ich will nicht mehr!

Ich möchte den Gedanken für diesen Beitrag gerne vom Fußball lösen, weil es mir auf die konkrete Entscheidung für diesen Impuls nicht ankommt. Für mich kommen in Sachen Fußball viele Dinge zusammen und ganz oben steht sicher ein Identifikationsverlust mit diesem Sport insgesamt.

Ich merke wie schön es ist, frei zu sein – tun und lassen zu können, was ich will. Keine Verpflichtungen, schon gar nicht am Wochenende. Vielleicht möchte ich noch einmal etwas ganz Neues anfangen? Ich weiß noch nicht was, aber ich spüre einen noch unbestimmten Drang irgendwohin. Etwas Neues könnte ich auch beginnen, ohne mit Fussball aufzuhören, aber das würde bedeuten Zeitknappheit herzustellen, denn Zeit ist immer nur im gleichen Maße vorhanden. Frei sein fühl sich so gut an, Zeit haben für Neues auch. Und, es fühlt sich so ganz anders an als mir Zeit für Neues zu nehmen.

Fällt mir diese Entscheidung leicht? Nein, natürlich nicht. Es ist der letzte Abschied, den ich von einem Hobby, das fast mein ganzes Leben geprägt hat, nehmen kann. Mehr als drei Monate geht mir diese Frage, ob ich aufhören soll, nun durch den Kopf. Ich habe es mir also nicht leicht gemacht, aber es fühlt sich richtig an.

Nun zu Ihnen: Womit können Sie aufhören, um sich von Dingen zu befreien, die Sie schon lange nicht mehr glücklich machen? Womit würden Sie gerne anfangen? Was würden Sie gerne ausprobieren in Ihrem Leben, aber bisher ist es immer am “Zeit nehmen müssen” gescheitert? Was wollten Sie schon immer tun, wenn Sie Zeit “hätten”?

Ich sage Ihnen, es wird niemand kommen und Ihnen Zeit geben. Sie können trotzdem Zeit haben, wenn Sie lernen aufzuhören und auszumisten mit Dingen, die Sie in Ihrem Leben nicht mehr glücklich machen. Und wenn Sie es auch spüren, dieses “eigentlich sollte ich, aber…” – dann tun Sie es!

Es fällt Ihnen schwer? Ja sicherlich und das ist auch gut und richtig, denn Sie sollen nicht leichtfertig etwas über Bord werfen, sondern sehr bewusst und reflektiert. Sie werden merken: “Wenn die Entscheidung getroffen ist, sind die Sorgen vorbei.”

Ein schönes Wochenende!

Der MP Impuls zum Wochenende

Ich treffe einen neuen Cochingnehmer und freue mich darauf. Ein junger Mann, gerade zum Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens berufen. Er soll das Unternehmen in ein paar Jahren übernehmen. Ich darf ihn begleiten auf dem Weg dorthin – Sparringspartner, Coach, Mentor, Trainer, von jedem etwas – großartiges Mandat.

Ich habe mich so weit als möglich schlau gemacht, auch seine online-Profile besucht, ich habe ein Bild, wer da gleich durch die Tür kommen wird. Dann klopft es und…

Sie ahnen es, der junge Mann im meinem Kopf hatte keinen Vollbart, keine langen Haare und auch keine riesige Brille im Gesicht. Das war nicht mein Kunde – war es natürlich doch.

Ich schluckte zweimal, fasste mich und konnte nicht anders – ich hielt einen 90 Sekunden Kurzvortrag zum Thema “Psychologie des ersten Eindrucks”.

Danach verstanden wir uns prächtig und ich freue mich sehr auf die Arbeit mit ihm und ich denke, es geht ihm genauso.

Was war passiert? Selbst mir könnte ich hinzufügen, der nach vielen Jahren als Coach die Mechanismen kennt und von sich behaupten würde, er könne damit umgehen. Ich hatte Erwartungen, wer da gleich durch die Tür kommt und diese wurden enttäuscht. Das hat mich irritiert und einen Moment verunsichert. Es war, als wollte mich das Leben die Psychologie des ersten Eindrucks nur mal wieder kurz live erleben lassen.

Nun sind Sie an der Reihe, stimmt Ihr Bild in der Öffentlichkeit noch mit Ihnen überein? Was ist mit Ihren Fotos auf Internetseiten oder in Firmenbroschüren? Kommen Sie als derjenige durch die Tür, den der Kunde erwartet?

Nein – eher nicht mehr? Aber das ist doch nicht so schlimm? Na ja, vielleicht doch. Wo auch immer wir ein Bild von uns vermitteln, das mit der Realität nicht übereinstimmt, erzeugen wir Erwartungen, die beim persönlichen Kennenlernen enttäuscht werden. Das zieht zwei negative Effekte nach sich:

Einerseits hinterlässt es keinen guten ersten Eindruck, denn der andere ist irritiert. Wenn uns die Psychologie des ersten Eindrucks vermittelt, dass wir danach erstmal alles tun, diesen ersten Eindruck zu verstärken, dann sucht ihr Gegenüber also nach weiteren Dingen, die vielleicht nicht so sind, wie er es erwartet hat (z.B.: Ist die Firma vielleicht doch nicht so solide? Haben Sie vielleicht doch nicht das Fachwissen, das Sie vorgeben zu haben? usw.). Sie sollten überlegen, ob Sie das wirklich wollen.

Zum zweiten aktivieren enttäuschte Erwartungen das Schmerzzentrum in unserem Gehirn, was unweigerlich zur Ausschüttung von Cortisol führt. Das ist ein Hormon, was dafür sogt, dass wir uns weniger gut fühlen und unsere kognitiven und kreativen Fähigkeiten vorübergehend vermindert. Ob das für Sie der gewünschte Zustand Ihres Gegenübers ist, entscheiden Sie bitte selbst. Meine Erfahrungen ist zumindest die, das begeisterte Kunden eher kaufbereit sind und die haben andere Hormone im Blut.

Fazit: Ein authentisches Bild von sich selbst abzugeben ist wichtig, um keine Störungen beim ersten Eindruck zu verursachen. In unsere medialen Welt ist das mitunter gar nicht so einfach. Also vielleicht suchen Sie mal, ob Ihre Bilder alle noch authentisch sind.

Ein schöne Wochenende!

Coaching to go – ein Gespräch mit Kristin Scheerhorn

Mario: Die Corona-Krise stellt fast alle Führungskräfte in den Unternehmen vor große Herausforderungen, das hat die Umfrage, die wir gemeinsam durchgeführt haben, gezeigt. Viele Führungskräfte haben dabei vor allem in Fragen der Digitalisierung, das Feld auf dem Du Expertin bist und zu dem zahlreiche Bücher geschrieben hast, eine steile Lernkurve durchgemacht. Dabei dominiert aktuell oftmals noch der technische Aspekt und viele Fragen der eigenen Einstellung, des eigenen Verhaltens oder auch ganz neuer Führungsherausforderungen rücken erst langsam ins Blickfeld. Immer wieder fühlen sich Führungskräfte zunehmend allein gelassen oder auch überfordert.

Du hast als eine mögliche Hilfestellung für Führungskräfte den Begriff “Coaching-to-go” (Coaching2Go) geprägt. Was genau ist darunter zu verstehen?

Kristin: Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte mehr denn je schnelle und tragfähige Lösungen benötigen. Was dann nicht hilft, sind langwierige Einkaufsprozesse, um in einer Akutsituation eine andere Sichtweise, neue Impulse oder Hilfestellung zu bekommen. Coaching2Go setzt hier genau an: Wir vereinbaren ein Stundenkontingent, das je nach Bedarf auch von unterschiedlichen Führungskräften genutzt werden kann. Dieser Austausch (per Telefon, Textnachricht, E-Mail,…) kann z.B. nur 10 Minuten dauern und damit sehr hilfreich sein. Themen können zügig und zeitnah thematisiert werden. Durch diesen Ansatz werden aus zunächst kleinen Anlässen nicht erst die großen Katastrophen.

Mario: Wie wird dieses Format angenommen? Was sind Deine bisherigen Erfahrungen?

Kristin: Das ist eine sehr stark genutzte Variante, denn sie ist ausgesprochen effektiv und effizient. Veränderungen im eigenen Verhalten können so viel nachhaltiger (steter Tropfen) erprobt und verfeinert werden. Coaching2Go ist auf den Punkt und somit besonders alltagstauglich, denn es läuft im Führungsgeschehen mit. Kein Zusatzaufwand, greift dann, wenn der Schmerz da ist und wirkt stark durch das Erleben der IST Situation und nicht auf Basis des eigenen Erinnerns. Coaching2Go bietet der Führungskraft in unklaren Situationen schnell die Möglichkeit eine bewertungsfreie Rückmeldung zu bekommen und Handlungsalternativen im vertrauensvollen Miteinander zu entwickeln.
Und manchmal: Ist es einfach auch nur schön, wenn Jemand nur mal WIRKLICH zuhört.

Mario: Digitale Formate haben durch Corona enorm an Bedeutung gewonnen. Viele Menschen erlebe ich aber immer noch mit Berührungsängsten zur Arbeit an Bildschirm. Was sagst Du diesen Klienten?

Kristin: Da hilft kein (Über-)Reden. Ich spüre diese Berührungsängste, thematisiere sie aber nicht explizit. Wir machen einfach. Einladung in den Terminkalender mit dem Link zu einem virtuellen Raum und los geht’s. Wenn ich dann zum Ende in die zufriedenen Gesichter schaue und frage wie es denn so für sie war, erübrigt sich die ewige Diskussion vorab. Hier kommt mir eine wichtige Rolle zu: Ich baue in dem virtuellen Raum den geschützten Raum auf und halte die Verbindung zu jedem Einzelnen. Hier ist es besonders wichtig, dass man Jeden sieht, hört und – Überraschung: fühlt! Das geht, wenn man es sich bewusst macht und ganz wichtig: übt. Im virtuellen Raum ist die Rückmeldeschleife ein elementares Instrument, um miteinander in guter Verbindung zu bleiben.

Mario: Ich gehöre ja auch den Verfechtern des Einzelcoachings im Präsenzmodus. Aus meiner Sicht ist das auch aktuell problemlos möglich, da Treffen zu zweit sowohl rechtlich erlaubt sind als auch die Abstandsregelungen in fast allen Formaten eingehalten werden können. Wie siehst Du das, wo sind die Grenzen digitaler Formate? Wann macht es tatsächlich mehr Sinn, sich face-to-face zu begegnen?

Kristin: Das ist ein gute Frage… Grundsätzlich kann ich virtuell alles mit Menschen bearbeiten. Als Coach darf ich dann noch flexibler sein, manche Methoden sind virtuell nicht auf den ersten Blick anwendbar und auf den zweiten Blick abgewandelt dann doch. Oder ich probiere was Neues aus.
Selbst bei Konflikten und auch wenn diese verhärtet sind, kann man virtuell arbeiten. Was da aber für mich unerlässlich ist, ist dass ich die erste Sitzung mit den Konfliktparteien in einem Raum bin. Ich muss die Energie, die Interaktion zwischen den Personen einmal live erleben und einen vertrauensvollen Grundstein der Zusammenarbeit legen.

Mario: Zum Schluss noch eine allgemeine Frage. Du hast in Deinem Leben mit zahllosen Führungskräften zusammengearbeitet. Sowohl bei kleinen Mittelständlern, vor allem aber auch in weltweit tätigen sehr großen europäischen Konzernen. Was sagst Du Führungskräften, die auch heute noch die Meinung vertreten, Sie könnten alles alleine bewältigen? Wie machst Du diesen, ich nenne sie mal Skeptikern, den Mehrwert Deiner Arbeit deutlich?

Kristin: Es gibt 1000 Argumente, die dafür sprechen… (grinst).
Ich habe über die vielen Jahre immer wieder festgestellt, dass Menschen ihr “What’s in it for me?” in dem Gespräch mit mir schnell selber erkennen und fühlen, dass ich die Richtige für sie bin. Ich stelle mich sehr gerne zur Verfügung. Die Entscheidung mit mir arbeiten zu wollen, mute ich meinem Gegenüber selber zu.

Mario: Liebe Kristin, vielen Dank für das Gespräch!

Kennen Sie schon die Bücher von Kristin Scheerhorn?

Die Ergebnisse unserer Momentaufnahme zur Corona-Krise

Die Ergebnisse unserer Momentaufnahme zu den Auswirkungen der Corona-Krise in den Unternehmen, die meine Kollegin Kristin Scheerhorn und ich in der ersten Maihälfte durchgeführt haben, liegen inzwischen vor.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen, die sich an unserer Umfrage beteiligt haben!

Die Ergebnisse zeigen, viele haben die Herausforderungen angepackt und sehr schnell neue Arbeitsformen in die Praxis umgesetzt. Das ist beeindruckend.

Es zeigt sich aber auch, dass viele Unternehmen noch auf der Ebene von Technik und Rechtsvorschriften unterwegs sind und die Ebene des eigenen Verhaltes noch nicht nachhaltig erreicht ist. Das verwundert angesichts des Tempos der Neuerungen nicht, zeigt aber auch, dass noch einiges zu tun ist, bis aus den schnellen Neuerungen langfristige positive Veränderungen zum Wohle aller Beteiligten geworden sind. Dafür gibt es jedenfalls hohe Erwartungen, wie unsere Studie zeigt.

Wenn Sie Interesse an den Befragungsergebnissen haben, können Sie diese gerne von mir bekommen.

Schreiben Sie mir einfach eine Mail an: post@marioporten.de

Unser kostenloser Service für Sie: Checkliste zur Standortbestimmung – wo stehen Sie und Ihr Unternehmen gerade?

Die Checkliste können Sie ebenfalls unverbindlich bei mir per Mail anfordern.

Vielleicht möchten Sie auch mit mir über Ihre ganz persönlichen Erfahrungen diskutieren oder sich einfach mal mit jemandem austauschen?

Auch darüber freue ich mich sehr!

Die Aussicht auf mehr Flexibilität ist mit großen Herausforderungen verbunden

Hat die Corona-Krise vielleicht dauerhaft auch positive Auswirkungen auf die Arbeitswelt? Bei allen aktuell erlebten Einschränkungen und Problemen ist die derzeit eine häufig diskutierte Frage. Und die Anzeichen häufen sich immer mehr, dass dem so sein könnte.

In einer europaweiten Umfrage des DFK Verband für Fach- und Führungskräfte und des Europa Institutes der Rheinischen Fachhochschule Köln haben nämlich 72% der ca. 10000 Befragten erklärt, sie gehen davon aus, dass die Arbeitswelt durch Corona dauerhaft flexibler wird. Langfristig also positive Aussichten – so scheint es. Etwa 60% der Befragten gingen auch davon aus, dass die Arbeitswelt auch digitaler wird und rund jeder dritte erkannte einen Anstoß für kreative Innovationen und sinnvolle Rationalisierungen.

Konkrete Angaben zum was und wie sind leider nicht enthalten und vielleicht kann man das von einer Studie auch gar nicht erwarten. Die Lösungen der einzelnen Unternehmen werden individuell, vielfältig und sehr unterschiedlich sein.

Ein Befragungsergebnis wie dieses macht zwei Aspekte deutlich:

  1. Es gibt offenbar unter den Fach- und Führungskräften die klare Erwartungshaltung nach Corona nicht zum “Business as usual” zurückzukehren, sondern den Impuls für dauerhafte Veränderungen zu nutzen, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als klare Verbesserung gegenüber dem Vorkrisenzustand bewerten. Das aber heißt auch, es sind große Erwartungen vorhanden, die enttäuscht werden können. Enttäuschte Menschen sind leicht abwanderungsgefährdet. Die Frage, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter denn wirklich als Verbesserung erleben, werden sie wohl nur selbst beantworten können. Ohne Partizipation der Menschen an der Lösungserarbeitung wird es daher nicht funktionieren – die Zeit einsamer Entscheidungen an der Unternehmensspitze ist endgültig vorbei.
  2. Die Corona-Krise hat zu zahlreichen Implementierungen neuer Arbeitsabläufe in teils sehr kurzer Zeit geführt. Dauerhafte und nachhaltige Veränderungen sind damit aber in vielen Fällen noch nicht erreicht. Vieles bewegt sich noch auf der Ebene von Technik und Rechtsvorschriften, wenig im Bereich des eigenen Handelns, der eigenen inneren Einstellungen und der Frage der eigenen persönlichen Zufriedenheit. Die eigentlichen Veränderungsprozesse stehen also den Unternehmen erst noch bevor. Corona ist der Anfang einer Vielzahl von großen Change-Programmen und nicht das Ende davon. Veränderungen aber sind oft dann doch nicht so beliebt, wie es anfangs den Anschein hat. Wenn es erstmal nachhaltig zu erleben gibt, was dass für mich ganz persönlich bedeutet, wird es häufig doch eher unangenehm. Ein gutes Changemanagement wird nach Corona also nochmals deutlich an Bedeutung gewinnen.

Das bringt uns zu einer weiteren aktuellen Studie, die das IFIDZ Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter vorlegt und dafür 217 Führungskräfte befragt hat. Dabei wurden die Führungskräfte gefragt, vor welche Herausforderungen sie sich in der Corona-Krise gestellt sehen.

Die TOP 3 Ergebnisse der Befragung:

Soweit so gut, könnte man sagen, die üblichen “Verdächtigungen” im Krisenmodus. Das mag sein, allerdings kommt hinzu, dass all dies diesmal auf Distanz geschehen soll bzw. muss und das ist eine ganz neue Herausforderung. Denn auch Führungskräfte müssen erstmal einen Modus im Homeoffice finden, sich selbst organisieren, sich selbst motivieren und ein effizientes Arbeitssystem finden. Wenn bislang täglich der Weg ins Büro führte und Homeoffice nie der Arbeitsmodus war, dann ist das alles andere als trivial.

Und noch eines sei angemerkt: Gelassenheit und Zuversicht vermitteln ist eine Führungsaufgabe, die für viele Führungskräften schon ohne räumliche Distanz eine besondere Herausforderung darstellt. Ich kenne viele Führungskräfte, die im Krisenmodus eher hektisch werden, eher selbst die Orientierung verlieren und die Entscheidungen von heute morgen widerrufen. Das soll keinesfalls ein Vorwurf sein, Krise ist auch für Führungskräfte kein einfacher Arbeitsmodus, aber es macht klar: Wer so agiert kann anderen schon unter “normalen” Arbeitsbedingungen wohl kaum Zuversicht und Gelassenheit vermitteln, wohl kaum Halt geben und kann eher kein positives Zukunftsbild vermitteln. Jetzt kommt noch die räumliche Trennung hinzu – plötzlich soll ich auch noch virtuell tun, was ich schon in Präsenz nicht gut konnte. Wer will es den Menschen verdenken, wenn sie sich in dieser Situation überfordert fühlen und lieber “abtauchen”, um sich selbst zu schützen. Positive Absicht (Selbstschutz) mit fataler Wirkung auf die Mitarbeitenden.

Führungskräfte sind gefordert – heute mehr denn je und – wie oben ausgeführt – die meisten Changeprojekte kommen erst noch.

Ziele gestalten. Chart mit Wörtern und gezeichneten Piktogrammen

In eigener Sache:

Sie sind nicht allein!

Sparringsparnter gesucht?
Einfach mal darüber reden können, wie es Ihnen gerade geht?
Was sind Ihre aktuellen Herausforderungen, womit fühlen Sie sich allein gelassen?

Das Team von MP verfügt auch über Berater und Coaches mit langjähriger Expertise in virtueller Zusammenarbeit und über langjährige Managementerfahrungen – reden Sie mit uns – persönlich, telefonisch oder auch über Zoom.

Business-Sparring – Coaching to go – Expertenaustausch

Wir freuen uns auf Sie!

post@marioporten.de