Coaching to go – ein Gespräch mit Kristin Scheerhorn

Mario: Die Corona-Krise stellt fast alle Führungskräfte in den Unternehmen vor große Herausforderungen, das hat die Umfrage, die wir gemeinsam durchgeführt haben, gezeigt. Viele Führungskräfte haben dabei vor allem in Fragen der Digitalisierung, das Feld auf dem Du Expertin bist und zu dem zahlreiche Bücher geschrieben hast, eine steile Lernkurve durchgemacht. Dabei dominiert aktuell oftmals noch der technische Aspekt und viele Fragen der eigenen Einstellung, des eigenen Verhaltens oder auch ganz neuer Führungsherausforderungen rücken erst langsam ins Blickfeld. Immer wieder fühlen sich Führungskräfte zunehmend allein gelassen oder auch überfordert.

Du hast als eine mögliche Hilfestellung für Führungskräfte den Begriff “Coaching-to-go” (Coaching2Go) geprägt. Was genau ist darunter zu verstehen?

Kristin: Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte mehr denn je schnelle und tragfähige Lösungen benötigen. Was dann nicht hilft, sind langwierige Einkaufsprozesse, um in einer Akutsituation eine andere Sichtweise, neue Impulse oder Hilfestellung zu bekommen. Coaching2Go setzt hier genau an: Wir vereinbaren ein Stundenkontingent, das je nach Bedarf auch von unterschiedlichen Führungskräften genutzt werden kann. Dieser Austausch (per Telefon, Textnachricht, E-Mail,…) kann z.B. nur 10 Minuten dauern und damit sehr hilfreich sein. Themen können zügig und zeitnah thematisiert werden. Durch diesen Ansatz werden aus zunächst kleinen Anlässen nicht erst die großen Katastrophen.

Mario: Wie wird dieses Format angenommen? Was sind Deine bisherigen Erfahrungen?

Kristin: Das ist eine sehr stark genutzte Variante, denn sie ist ausgesprochen effektiv und effizient. Veränderungen im eigenen Verhalten können so viel nachhaltiger (steter Tropfen) erprobt und verfeinert werden. Coaching2Go ist auf den Punkt und somit besonders alltagstauglich, denn es läuft im Führungsgeschehen mit. Kein Zusatzaufwand, greift dann, wenn der Schmerz da ist und wirkt stark durch das Erleben der IST Situation und nicht auf Basis des eigenen Erinnerns. Coaching2Go bietet der Führungskraft in unklaren Situationen schnell die Möglichkeit eine bewertungsfreie Rückmeldung zu bekommen und Handlungsalternativen im vertrauensvollen Miteinander zu entwickeln.
Und manchmal: Ist es einfach auch nur schön, wenn Jemand nur mal WIRKLICH zuhört.

Mario: Digitale Formate haben durch Corona enorm an Bedeutung gewonnen. Viele Menschen erlebe ich aber immer noch mit Berührungsängsten zur Arbeit an Bildschirm. Was sagst Du diesen Klienten?

Kristin: Da hilft kein (Über-)Reden. Ich spüre diese Berührungsängste, thematisiere sie aber nicht explizit. Wir machen einfach. Einladung in den Terminkalender mit dem Link zu einem virtuellen Raum und los geht’s. Wenn ich dann zum Ende in die zufriedenen Gesichter schaue und frage wie es denn so für sie war, erübrigt sich die ewige Diskussion vorab. Hier kommt mir eine wichtige Rolle zu: Ich baue in dem virtuellen Raum den geschützten Raum auf und halte die Verbindung zu jedem Einzelnen. Hier ist es besonders wichtig, dass man Jeden sieht, hört und – Überraschung: fühlt! Das geht, wenn man es sich bewusst macht und ganz wichtig: übt. Im virtuellen Raum ist die Rückmeldeschleife ein elementares Instrument, um miteinander in guter Verbindung zu bleiben.

Mario: Ich gehöre ja auch den Verfechtern des Einzelcoachings im Präsenzmodus. Aus meiner Sicht ist das auch aktuell problemlos möglich, da Treffen zu zweit sowohl rechtlich erlaubt sind als auch die Abstandsregelungen in fast allen Formaten eingehalten werden können. Wie siehst Du das, wo sind die Grenzen digitaler Formate? Wann macht es tatsächlich mehr Sinn, sich face-to-face zu begegnen?

Kristin: Das ist ein gute Frage… Grundsätzlich kann ich virtuell alles mit Menschen bearbeiten. Als Coach darf ich dann noch flexibler sein, manche Methoden sind virtuell nicht auf den ersten Blick anwendbar und auf den zweiten Blick abgewandelt dann doch. Oder ich probiere was Neues aus.
Selbst bei Konflikten und auch wenn diese verhärtet sind, kann man virtuell arbeiten. Was da aber für mich unerlässlich ist, ist dass ich die erste Sitzung mit den Konfliktparteien in einem Raum bin. Ich muss die Energie, die Interaktion zwischen den Personen einmal live erleben und einen vertrauensvollen Grundstein der Zusammenarbeit legen.

Mario: Zum Schluss noch eine allgemeine Frage. Du hast in Deinem Leben mit zahllosen Führungskräften zusammengearbeitet. Sowohl bei kleinen Mittelständlern, vor allem aber auch in weltweit tätigen sehr großen europäischen Konzernen. Was sagst Du Führungskräften, die auch heute noch die Meinung vertreten, Sie könnten alles alleine bewältigen? Wie machst Du diesen, ich nenne sie mal Skeptikern, den Mehrwert Deiner Arbeit deutlich?

Kristin: Es gibt 1000 Argumente, die dafür sprechen… (grinst).
Ich habe über die vielen Jahre immer wieder festgestellt, dass Menschen ihr “What’s in it for me?” in dem Gespräch mit mir schnell selber erkennen und fühlen, dass ich die Richtige für sie bin. Ich stelle mich sehr gerne zur Verfügung. Die Entscheidung mit mir arbeiten zu wollen, mute ich meinem Gegenüber selber zu.

Mario: Liebe Kristin, vielen Dank für das Gespräch!

Kennen Sie schon die Bücher von Kristin Scheerhorn?

Die Ergebnisse unserer Momentaufnahme zur Corona-Krise

Die Ergebnisse unserer Momentaufnahme zu den Auswirkungen der Corona-Krise in den Unternehmen, die meine Kollegin Kristin Scheerhorn und ich in der ersten Maihälfte durchgeführt haben, liegen inzwischen vor.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen, die sich an unserer Umfrage beteiligt haben!

Die Ergebnisse zeigen, viele haben die Herausforderungen angepackt und sehr schnell neue Arbeitsformen in die Praxis umgesetzt. Das ist beeindruckend.

Es zeigt sich aber auch, dass viele Unternehmen noch auf der Ebene von Technik und Rechtsvorschriften unterwegs sind und die Ebene des eigenen Verhaltes noch nicht nachhaltig erreicht ist. Das verwundert angesichts des Tempos der Neuerungen nicht, zeigt aber auch, dass noch einiges zu tun ist, bis aus den schnellen Neuerungen langfristige positive Veränderungen zum Wohle aller Beteiligten geworden sind. Dafür gibt es jedenfalls hohe Erwartungen, wie unsere Studie zeigt.

Wenn Sie Interesse an den Befragungsergebnissen haben, können Sie diese gerne von mir bekommen.

Schreiben Sie mir einfach eine Mail an: post@marioporten.de

Unser kostenloser Service für Sie: Checkliste zur Standortbestimmung – wo stehen Sie und Ihr Unternehmen gerade?

Die Checkliste können Sie ebenfalls unverbindlich bei mir per Mail anfordern.

Vielleicht möchten Sie auch mit mir über Ihre ganz persönlichen Erfahrungen diskutieren oder sich einfach mal mit jemandem austauschen?

Auch darüber freue ich mich sehr!

Neuer Coach im Team von MP

Wir gratulieren Daria Porten herzlich zur bestandenen Abschlussprüfung zum

BDVT geprüften Business Coach

und freuen uns, dass sie ab sofort das Team von MP als Coach verstärkt.

Daria ist am Standort Mannheim ansässig und steht für alle Business und Work-Life Themen als Coach zur Verfügung.

Coachprofil Daria Porten

Kontakt zu Daria können Sie via Mail (dporten@marioporten.de) oder telefonisch unter 0162 6258123 aufnehmen.

Wir freuen uns auf Sie!

Gemeinsam für die Region – gemeinsam durch die Krise

Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Firmen oder Privatleute bereit fänden, eine Patenschaft zu übernehmen. Den Wildpark Eekholt zu unterstützen ist wahrlich eine lohnende Investition!

Team von MP übernimmt Tierpatenschaften in Eekholt

In schwierigen Zeiten zusammenzurücken ist für viele Institutionen gerade jetzt besonders wichtig. Das Team von MP übernimmt daher für zunächst drei Jahre zwei Tierpatenschaften im Wildpark Eekholt, um diese großartige Institution im Kreis Segeberg zu unterstützen.

Wie wertvoll die heimatnahe Natur ist, führt uns die aktuelle Krise gerade sehr deutlich vor Augen. In Eekholt kann man die Vielfalt unserer Natur auf wunderbare Art und Weise erleben. Eine solche Einrichtung darf durch Corona nicht in Existenznöte geraten.

Das Team von MP würde sich daher freuen, wenn sich weitere Unternehmen und Privatpersonen für die Unterstützung des Wildparks Eekholt finden würden.

Bitte machen Sie mit – gemeinsam für unsere Region!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Neuerscheinung: Buchbeitrag von Mario Porten

Als ich in 2019 gefragt wurde, ob ich Lust hätte einen Beitrag für einen Sammelband, in dem erfahrene Coaches Ihre Coachingphilosophie und
-arbeitsweise darstellen, zu schreiben und so einen Beitrag zu leisten, Coaching in seiner Breite und Vielfalt noch bekannter zu machen, habe ich sehr gerne zugesagt.

Für mich war das eine Gelegenheit nochmals auszuführen, warum meine Arbeit als Coach -und speziell das Thema Einzelcoaching- für mich inzwischen viel mehr geworden ist, als nur mein Beruf – eigentlich ist es eine Berufung und Herzensangelegenheit.

Mein Beitrag bot mir auch die Gelegenheit eine Position in der Diskussion was für einen guten Coach wichtiger ist, Tools oder Persönlichkeit, einzunehmen. Diese Diskussion wird ja immer noch geführt und vielleicht auch immer geführt werden.

Mir hat die Mitarbeit an diesem Buchprojekt jedenfalls viel Freude bereitet und ich freue mich, dass es nun auch erschienen ist.

Wenn Sie Lust haben, meinen Beitrag zu lesen, dann schicke ich Ihnen diesen gerne als pdf zu. Schreiben Sie mir dazu einfach eine Mail an:
post@marioporten.de

Sie möchten mehr lesen?

Hier können Sie das Buch käuflich erwerben.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und würde mich natürlich auch über Ihr Feedback freuen.

Kulturwandel setzt Wandel der Führung voraus

Verschiedene aktuelle Umfragen, die alle managerseminare in seiner März-Ausgabe zitiert, belegen die These der Überschrift eindeutig. Auch wird klar, dass wir diesbezüglich kein Erkenntnis-, offenbar aber ein Umsetzungsproblem haben.

Im Rahmen der anstehenden digitalen Transformation sehen mehr als 50% der in einer Umfrage des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter befragten Führungskräfte den Wandel der Unternehmenskultur als die zentrale Aufgabe 2020 an.  Dabei sehen Sie für eine bessere Nutzung der mit der digitalen Transformation verbundenen Chancen vor allem digitale Kompetenzen und ein neues Mindset als hilfreich an. Digitale Kompetenzen kann man schulen, die Etablierung eines neuen Mindsets ist schon deutlich aufwendiger und langfristiger. Dabei sehen sich die Führungskräfte auch in der Verantwortung, ihre Mitarbeiter entsprechend weiterzuentwickeln.  Das aber heißt vor allem, den Mitarbeitern auch die Chance zum Experimentieren zu geben, womit automatisch einhergehen muss, dass diese auch Fehler machen dürfen. 39% der Befragten (und die anderen 61?) sehen denn auch die Entwicklung einer positiven Fehlerkultur als notwendig an. Die Formulierung habe ich allerdings inzwischen so oft gelesen, dass die Frage auf geworfen werden muss, ob so wenige damit in der Praxis beginnen, weil vielleicht niemand weiß, was das ist. Wer allerdings weiter auf eine Legaldefinition dieses Begriffes wartet, der wartet ewig – eine positive Fehlerkultur muss schon jeder für sein Unternehmen selbst erarbeiten.

40% der Führungskräfte sind außerdem der Meinung, dass sich ihre Unternehmen gerne auf alteingetretenen Pfaden bewegen und es Innovationen deshalb schwer haben. Auch das ist vielleicht ein Glaubenssatz, den es in einem neuen Mindset zu hinterfragen gilt, wobei mich dann besonders interessieren würde, wer ganz konkret das denn ist: „unser Unternehmen“? (Bitte bringen sie sicherheitshalber alle einen Taschenspiegel mit.)

Fragt man die Mitarbeiter, wie dies das Beratungsunternehmen Korn Ferry in einer Studie mit mehr als 800 Teilnehmern getan hat, dann schneiden die Führungskräfte gerade im Bereich der Softskills aktuell eh nicht besonders gut ab.  Und zum Teil schließt sich hier auch ein erster Kreis zur Unternehmenskultur, denn gerade die menschlichen Defizite der Führungskräfte werden auch auf eine Unternehmenskultur zurückgeführt, die nicht auf Augenhöhe und Wertschätzung basiert und in der Fehler nicht als Lernchance, sondern für die Suche nach Schuldigen genutzt werden. Das aber sind genau die Kernpunkte, die in einem zukunftsorientierten und mitarbeitermotivierenden Mindset anders aufgeprägt sein sollten.

Konkret haben in der Korn Ferry Studie 58% der Befragten beklagt, dass sie sich durch ihre Chefs nicht ausreichend gefördert fühlen. 56% monieren, dass ihr Chef nicht motivieren kann und die „Lorbeeren“ gerne für sich einheimst – auch so ein Killerfaktor für ein zukunftsorientiertes Mindset.

Offenbar immer noch weit verbreitet hingegen ist die fachliche Qualifikation der Führungskräfte, denn 65% der Befragten führen aus, von ihren Chefs etwas gelernt zu haben. Das ist einerseits natürlich zu begrüßen, die wirkliche Kernaufgabe von Führung liegt in der Zukunft aber nicht im Fachwissen.

In der Summe führt dies denn auch dazu, dass nur die Minderheit der Mitarbeiter gerne mit ihren Chefs tauschen würde, nur ein Drittel kann sich vorstellen, in die Chefrolle zu schlüpfen.

Dies wäre vielleicht anders, wenn sich die Menschen stärker auf die Führungsaufgaben der Zukunft fokussieren würden.  Welche das sind, hat das Softwareunternehmen Skillsoft in einer internationalen Studie mit mehr als 500 Führungskräften untersucht und hebt als Ergebnis insbesondere drei Kompetenzen hervor: Innovationen fördern, Teamarbeit ermöglichen und coachen! Immerhin satte 70% der Befragten kamen zu diesem Ergebnis – ein Erkenntnisproblem haben wir also nicht, ein Umsetzungsproblem wohl schon.

Nur schockierende 6% sagen nämlich, dass die Führungskräfteentwicklung in ihrem Haus bereits an die neuen Anforderungen angepasst sei. Es liegt mir fern jemanden zu kritisieren, aber es muss erlaubt sein zu fragen, wann es denn mit einer zukunftsorientierten Führungskräfteentwicklung losgehen soll? Warten auf mehr Klarheit in der Erkenntnis, wie diese aussehen sollte, muss man jedenfalls nicht. Auf die Frage, warum es nicht weiter voran geht, wurden übrigens eine bestehende veränderungserschwerende Organisationstruktur und Zeitmangel genannt. Da weiss ich dann nicht mehr so recht, was ich dazu sagen soll. Zeit hat man nicht, die nimmt man sich – eine uralte Weisheit, die ich mich ja kaum zu schreiben traue. Und wer nicht irgendwann beginnt zu verändern, der darf sich auch nicht wundern, wenn er sich auch in vielen Jahren immer noch über eine Organisationsstruktur, die Veränderungen eher behindert, beklagen wird. Das ist allerdings das klassische Henne-Ei-Problem. Wie heißt es doch so schön? Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!

Ich habe das nun schon mehrfach in Diskussionen mit Kunden und Kollegen vertreten und bin von dieser These absolut überzeugt. Im „neuen“ Mindset wird es vielmehr Spaß machen, Führungskraft zu sein – Netzwerker, Enabler, Coach, Partner auf Augenhöhe, befreit von starren Hierarchien und Entscheidungswegen. Macht das nicht Lust auf mehr – auf mehr Führung! Ich würde mir das wünschen!

Zum Schluss in eigener Sache, falls Sie jetzt den Impuls verspüren, unbedingt kurzfristig einen ersten Schritt in Ihrem Unternehmen TUN zu wollen:

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Starten Sie in ein zukunftsorientiertes Mindset und erwerben sie wesentliche Tools einer coachenden Mitarbeiterführung.

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Einige unserer bisherigen Impulse zusammengefasst

Bislang haben wir immer Samstags auf unserer Facebookseite einen kleinen Impuls veröffentlicht, der zum Nachdenken über das eigene Tun anregen soll. Er ist meist verbunden mit einem Zitat einer bekannten Persönlichkeit.

Zukünftig werden wir auch diese Impulse hier im News-Teil unseres Blogs veröffentlichen. Start: 01.02.2020

Falls Sie bislang nicht auf Facebook aktiv waren, hier nochmal einige unserer Impulse der Vergangenheit. Viel Spaß beim Lesen!

Dieses Zitat ist Ihnen sicher schon mal so oder in irgendeiner Abwandlung begegnet, es gibt sehr viele davon. Es ist auch das Motto vieler sehr erfolgreicher Sporttrainer, z.B. von Carlo Ancelotti, den viele Fußballfans sicher als einen der erfolgreichsten Trainer in diesem Sport kennen.
Aber um ganz ehrlich zu sein, mir begegnet es – inzwischen – viel zu selten. Viel zu oft erlebe ich Menschen, die nicht die Sache jeden Tag besser machen wollen, sondern auf den schnellen Erfolg aus sind. Sie fokussieren nicht darauf, jeden Tag sehr gute Arbeit abzuliefern und täglich besser zu werden, sondern möglichst schnell viel Geld zu verdienen. Und die Anzahl der Menschen, die uns täglich suggerieren, dass sie genau dafür den Schlüssel anbieten könnten (online reich werden, ohne zu arbeiten z.B.) wächst stetig.
Ich kenne viele Leute, die in Ihrem Leben sehr gute Arbeit abgeliefert haben und täglich bemüht waren und sind, es für Ihre Kunden immer besser zu machen. Alle diese Menschen sind erfolgreich, verdienen sehr gut, akquirieren nicht mehr, sondern leben vom Empfehlungsgeschäft, usw..
Wer arbeitet, um gute Ergebnisse abzuliefern und es “richtig” zu machen, der kann seinen wirtschaftlichen Erfolg meist gar nicht verhindern. Wer (nur) arbeitet, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein… (diesen Satz können Sie selbst vervollständigen).

Und Sie? Wollen Sie es auch jeden Tag besser machen?

Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir: Täglich gibt es jemanden, über den ich mich ärgern könnte. Kunden, die nicht zurückrufen, Kollegen, die sich nicht melden und nicht tun, was man gerne möchte, Familienangehörige oder Freunde, die Aufmerksam möchten, für die ich gerade keine Energie habe, und so weiter… .
Leider kann ich diese Menschen nicht ändern und wenn ich mich ärgere, geht es mir schlecht, die anderen bekommen im Zweifel nicht einmal mit, dass ich mich ärgere.
Bleibt also die kritische Frage, ob das der richtige Weg ist: Mir geht es schlecht und die anderen ändern sich und ihr Verhalten leider nicht. Klingt suboptimal? Da haben Sie recht!
Was ich ändern kann, ist meine persönliche Einstellung und mein Umgang mit diesen Menschen. Statt hoffen, dass ein Kollege etwas für mich tut, kann ich selbst aktiv werden. Statt auf einen Rückruf warten, kann ich selber nochmal anrufen. Vor allem aber kann ich meine Gedanken positiv umgestalten und dann fühlt sich vieles schon ganz anders und viel besser an. Mit positiven Gedanken geht auch vieles leichter. Ärgern Sie sich also nicht, denn der einzige, dem es dadurch schlecht geht, sind Sie selbst!

Nicht so einfach? Das hat auch niemand gesagt.

“Hier ist so viel los, ich weiß gar nicht, ob ich Zeit für mein Coaching habe”, schrieb ein Klient gerade erst Anfang dieser Woche. Zum Glück – er hat Zeit.
Die Fülle der Aufgaben ist immer groß, doch was wir können, ist zu bestimmen, wann wir sie erledigen und wann nicht. Wir entscheiden selbst, wann wir zur Verfügung stehen (und für was) und wann nicht. “Aber dann muss ich ja Nein-Sagen lernen…”, geht es Ihnen gerade spontan durch den Kopf? Ja, das müssen Sie, denn ohne Zwischenräume werden die vielen Aufgaben Sie über kurz oder land überrollen. Wollen Sie das? Oder doch lieber selbstbestimmt am Steuerrad Ihres Lebens den Weg und die Geschwindigkeit bestimmen?

Hebbels Zitat lässt sich auch umdrehen: Wer (als Führungskraft) seine Mitarbeitern gewinnen will, der vermittle seine Entscheidungsgründe.
Immer wieder führen uns Umfragen vor Augen, dass Sinnstiftung eine der wichtigsten, ich persönlich glaube sogar, die mit Abstand wichtigste, Führungsaufgabe ist. Wenn wir keine überzeugenden Argumente haben, warum wir selbst etwas tun und warum auch unsere Mitarbeiter etwas tun sollen, ist weder loyale Gefolgschaft noch Motivation oder Engagement erreichbar.
Es macht also sehr viel Sinn, gute Gründe zu haben, diese transparent und überzeugend zu vermitteln, z.B. durch Story-Telling, und so die Menschen mitzunehmen und zu begeistern.
Bedenke: Mitarbeiter, die ihren Chef verstehen und folgen sollen, beobachten seine Beweggründe.

Wie sehen denn Ihre Beweggründe aus?

MUT sagt man so schön ist eine der wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Unternehmer. Da ist was dran!
“Nur keinen Fehler machen” – das bremst uns immer wieder aus – bewusst oder unbewusst. Wie gehen die anderen damit um, wenn wir einen Fehler machen? Schuldige suchen – das steht in Deutschland hoch im Kurs.
Vielleicht haben wir auch einen Antreiber, der “sei perfekt” heisst? Bloß keine Fehler machen!
Doch niemand kommt ohne Fehler durchs Leben, mit Ihnen zielführend umzugehen, sie als Chance zum Besserwerden zu definieren und den gleichen Fehler nicht zweimal zu begehen, darauf kommt es an.
2020 steht vor der Tür – seien Sie mutig im neuen Jahr, trauen Sie sich Fehler zu machen!

Keine Zeit ist so sehr von guten Vorsätzen geprägt wie der Jahreswechsel und dieser steht kurz bevor.
Vielleicht sind Sie ja Führungskraft und haben sich vorgenommen, mal wieder etwas für sich zu tun. Und da in vielen Unternehmen gerade die Jahresgespräche laufen, könnten Sie das mit Ihrem Chef auch gut verhandeln.

Deshalb nutzen wir heute mal unseren Samstagsimpuls in eigener Sache:
Wir starten zu Beginn des Jahres 2020 die nächste Ausbildungsgruppe, die Führungskräften spezielle Coachingtechniken für Ihren Führungsalltag vermittelt. Zukunftsorientiert und mitarbeiterorientiert – ein bis maximal zwei Plätze haben wir noch.
kleine Gruppe – in den Abendstunden – keine Fehlzeiten im Unternehmen – intensiver Austausch – ausführliche Teilnehmerunterlagen

Seien Sie jetzt dabei!
weitere Infos und Anmeldung auf unserer Internetseite im Bereich “Downloads” oder einfach eine Nachricht schreiben!

Wie gehen Sie mit Fehlern um?
Schimpfen Sie mit sich, etwa: “Man, bist Du blöd, wie konnte Dir so etwas passieren?” Noch schlimmer, werten Sie sich vielleicht sogar ab: “Du bist einfach nicht gut genug, Du schaffst das nie!”
Nachvollziehbare und ganz menschliche und doch wenig hilfreiche Reaktionen. Viel zielführender wären Fragestellungen wie etwa: “Warum ist mir das passiert? Was war eigentlich meine positive Absicht? Was mache ich beim nächsten Mal anders? Was kann ich aus diesem Fehler für ähnliche Situationen lernen?”
“Genau”, schreit jetzt eine innere Stimme in Ihnen, so sollte es vor allem in meiner Firma sein! Dort wird aber immer nur nach Schuldigen gesucht und nicht nach Lösungen. Ja, leider ist das auch nach unserer Beobachtung so, die Fehlerkultur in vielen Firmen ist deutlich verbesserungsfähig, damit Fehler viel mehr als Chance für die Zukunft verstanden werden.
Meine Botschaft an Sie wäre jedoch: Fangen Sie doch bei sich selbst einfach mit einer Einstellungsänderung an, das geht nämlich sofort, Sie müssen auf niemand anderen warten!

Umdenken lernen? Gerne! Wir freuen uns auf Sie!

Gestern las ich in Vorbereitung einer Projekttelko mal wieder Befragungsergebnisse von verschiedenen Mitarbeiterbefragungen eines Dax-Konzerns, in dem ich seit Jahren ein großes Change-Projekt begleite.
Es war grausam – das passt nicht, dies gefällt uns nicht, jenes wird nicht getan…
Verliebt ins Jammern nenne ich das – und wer all seine Energie aufs Jammern verwendet, der hat keine mehr übrig, um sie in neue begeisternde Lösungen zu investieren. Wie kann es besser, einfacher, erfolgreicher, leichter werden – das ist doch die Frage!

Möchten Sie sich auch ins Gelingen verlieben? Super!

Vielleicht kennen Sie das ja auch – Sie würden gerne mal etwas Neues ausprobieren, einen Neuanfang wagen, nochmal etwas ganz anderes tun im Leben, aber irgendetwas hält Sie wie magisch zurück.

Dieses “Etwas” hat viele Namen: Es heißt zum Beispiel Erfahrung, die wir für das Neue nicht haben. Es heißt auch “Ungewissheit”, denn bei etwas neuem wissen wir natürlich nicht, was kommt. Es heißt auch “Verantwortung”, denn ich habe schließlich Familie und Verpflichtungen.

Das “Etwas” hat noch viele weitere Namen, Sie finden sicher sofort noch ein paar davon.

Vor inzwischen 10 Jahren rief mich eine gute Freundin in genau dieser Situation an und wir sprachen lange über einen möglichen Neuanfang in ihrem Leben. Sie brauchte Mut…

Möchten Sie die ganze Geschichte hören? Ich erzähle Ihnen diese “Heldengeschichte” gern in einem unverbindlichen Kennenlerngespräch.

Womit sind Sie gerade unzufrieden?
Oh, da fällt Ihnen sofort einiges ein?!
Und, wie sieht es aus – schon beschlossen, das zu ändern? Oder gar schon begonnen entsprechende Maßnahmen umzusetzen?
Oder haben Sie sogar schon die entsprechenden Maßnahmen vollständig umgesetzt?
Ach – nichts von alledem?

Leider erlebe ich das immer wieder, eigentlich sind meine Coachingnehmer unzufrieden, aber sie ertragen lieber die Situation, anstatt den ersten Schritt zu tun, die Situation zu verändern und zu verbessern. Natürlich ist das nicht immer leicht, aber wer außer Sie selbst soll diesen ersten Schritt tun?

Auf geht’s!
Zufriedener und Erfolgreicher werden, Sie haben es selbst in der Hand – tun Sie den ersten Schritt – jetzt!

Viele weitere Impulse finden Sie auf unserer Facebookseite.

Sie möchten gerne mit uns über den ein oder anderen Impuls diskutieren?
Sehr gerne! Wir freuen uns auf Sie!

Lehrgang “Führungskraft “Kommunalbetrieb”

Ich freue mich, ab dem Jahr 2020 einen Lehrauftrag im Lehrgang “Führungskraft Kommunalbetrieb” zu übernehmen. Meine Kollegin Sophie Landes, mein Kollege Dr. Hans-Peter Obladen und ich bieten ein umfassendes und auf Nachhaltigkeit ausgelegtes Trainingskonzept mit mehreren jeweils dreitägigen Bausteinen an, in das sich auch die Teilnehmer mit Ihren individuellen Wünschen einbringen können.

Zur Vertiefung und individuellen Ausgestaltung der Lerninhalte können außerdem optional zusätzliche Coachings mit einem der Referenten gebucht werden.

Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und natürlich auch auf Sie als Teilnehmerin oder Teilnehmer!

Weitere ausführliche Informationen finden Sie hier: Lehrgang

oder in unserem nachfolgenden Flyer zur Veranstaltung.

Verbessern Sie Ihre persönlichen Führungskompetenzen, profitieren Sie von erfahrenen Referenten, von intensiver Arbeit in einer kleinen Gruppe und vom qualifizierten austausch mit Kolleginnen und Kollegen!

Dauerthema “Work-Life-Balance”

Den Begriff mögen viele nicht mehr hören wollen: Work-Life-Balance passt nicht mehr in die agile Welt. längst geht es nicht mehr um die Trennung von Work und Life, sondern um die Verschmelzung von beiden zu einem erfüllten Leben. Stimmt und klingt auch super.

Abseits der Begriffsdiskussion bleiben die Probleme allerdings seit Jahen die gleichen. Die Gedanken hören nicht auf zu kreisen, die Termine drücken, der Kopf brummt – Stress. Etwa die Hälfte aller Beschäftigten ist solchen Szenarien regelmäßig ausgesetzt. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des Personaldienstleisters ManpowerGroup durchgeführt wurde und deren Ergebnisse managerseminare in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht.

Demnach klagen circa ein Fünftel der Befragten über regelmäßige Kopf- oder Nackenschmerzen bzw. Schlafstörungen und etwa ein Drittel fühlt sich häufig erschöpft und müde. Das ist weder für die Betroffenen noch für die Unternehmen, die mit der eingeschränkten Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter klar kommen müssen, ein angenehmer Zustand.

Ob man also den Begriff mag oder nicht, das Thema ist so aktuell wie eh und je und das sehen auch die Befragten so: Immerhin 76% von ihnen versuchen durch geeignete Maßnahmen aktiv gegenzusteuern.

Das ist auch gut so, denn nach wie vor sind psychische Erkrankungen, die vor allem durch Überlastung ausgelöst werden, auf dem Vormarsch und führen für die Unternehmen zu erheblichen Fehlzeiten. Diese lagen gemäß dem DAK Psychoreport 2019 etwa dreimal so hoch wie noch 1997.

Work-Life-Balance – das Thema ist für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen top aktuell!

In eigener Sache:

Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer eigenen Situationen, identifizieren Sie Kraftquellen und Energieräuber und finden Sie Ihren Weg zur persönlichen Balance.
“Work-Life-Balance kompakt”, zwei Coachingtermine (je ca. 3 Stunden)
€ 590,-

Wir freuen uns auf Sie!