Der MP Impuls zum Wochenende

Auch in dieser Woche möchte ich für meinen Impuls wieder einen Kalenderspruch verwenden, der nur auf den ersten Blick etwas albern wirkt.

Beim zweiten Blick nämlich offenbart sich uns ein Problem, das wir alle im Alltag schon erlebt haben und wahrscheinlich auch immer wieder erleben – man redet aneinander vorbei. In Fall des Kalenderspruchs offenbar, weil jemand entweder “devices” akustisch nicht richtig verstanden hat oder kein Englisch kann. Schon ist das Mißverständnis auf dem Tisch.

“Also ich frage immer nach, wenn ich etwas nicht verstanden habe”, möchten Sie mir sofort entgegnen? So war das auch auch in einem zweitägigen Seminar mit Führungskräften diverser Landesbehörden, das ich diese Woche gegeben habe. Eine Teilnehmerin kam sofort mit diesem Einwand als wir über “verstehen” sprachen. Ich musste gar nichts tun, unmittelbar waren die Hände der Hälfte aller Teilnehmer oben und jeder berichtete eine wunderbare Geschichte, in der jemand etwas nicht richtig verstanden hatte und was sich daraus für – zum Teil haarsträubende – Verwicklungen ergeben haben. Zurücklehnen und Schmunzeln, auch mal schön als Trainer.

Es ist keineswegs so, dass wir es aktiv ansprechen, wenn wir etwas nicht verstehen. Zum einen, weil wir es manchmal ja gar nicht merken, dass wir etwas nicht verstanden haben. Zum anderen, weil es oft großen Mut erfordert, sich zu outen, dass man etwas nicht weiß, z.B. ein Fremdwort nicht kennt. Was denken nur die Kollegen oder gar mein Chef, wenn ich jetzt offenbare, dass ich gerade nicht weiß, worum es geht? Lieber still sein, klärt sich schon auf…, ach ja?

Sie fühlen sich ertappt? Keine Sorge, Sie sind in bester Gesellschaft, dass ist eher die Regel als die Ausnahme. Ich möchte Sie ja ermutigen, so nicht weiter zu machen! Fragen Sie – das ist immer besser als den Dingen Ihren Lauf zu lassen! Und bedenken Sie stets eins: Wer fragt hat Mut und die Mutigen werden erfolgreich sein. Seien Sie stolz, dass Sie den Mut haben zu fragen und werten Sie sich nicht ab, dass Sie etwas nicht gewusst haben.

Befeuern Sie nicht unnötig die ohnehin in vielen Fällen nicht zu vermeidende Kaskade der Missverständnisse, die auf Konrad Lorenz zurückgeht:

Ein schönes Wochenende!

Wir freuen uns auf Sie!
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Der MP Impuls zum Wochenende

Ist das nicht ein wunderbarer Kalenderspruch?!!

“Ich auch!”, schreit da sofort eine innere Stimme in Ihnen. So geht es wahrscheinlich vielen Menschen, denn im ersten Moment erscheint uns diese Vorstellung wunderbar.

Für den zweiten Blick möchte ich Ihnen zwei Überlegungen mitgeben:

Was macht Urlaub so attraktiv? Einer – zugegeben von mehreren Gründen – ist, dass er limitiert ist. Urlaub ist etwas besonderes. Er ist begrenzt und nicht unendlich verfügbar. Das macht ihn so reizvoll – wir finden gerade die Dinge spannend und interessant, die knapp und nicht uneingeschränkt verfügbar sind. Nun stellen Sie sich vor, an 220 Arbeitstagen machen Sie Urlaub, ist das wirklich noch reizvoll? Und nur nebenbei bemerkt, was machen Sie denn dann an den 30 Tagen, an denen Sie jetzt Urlaub machen?

Noch gravierender aber ist der zweite Aspekt, den ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte. Der Spruch impliziert, dass Urlaub schön ist, doch was ist dann ihr Beruf, die tägliche Arbeit? Die logische Weiterentwicklung des Gedankens legt Begriffe nahe wie anstrengend, stressig, belastend, freudlos… ergänzen Sie selbst. Ist das so? “Ja klar”, ruft da wieder Ihre innere Stimme, “ich brauche schließlich den Urlaub, um mich von der Arbeit zu erholen.”

Und in der Tat, das begegnet mir immer wieder: Klienten, die nur auf den Urlaub hinarbeiten, 220 Tage im Jahr Akkuentladung und maximal 30 Tage im Jahr Akkuaufladung. Wie lange soll das funktionieren?

Wäre es nicht viel schöner, Sie hätten einen Beruf, von dem Sie sich gar nicht im Urlaub erholen müssten? Eine Aufgabe, die selbst den Akku auflädt, weil Sie darin aufgehen, Spaß haben, mit netten Leuten an einer tollen Herausforderung tüfteln? Einen Alltag zu haben, von dem man sich nicht in maximal 30 Tagen erholen muss – wäre das nicht ein tolles Leben?

Das schließt natürlich nicht aus, dass Sie sich trotzdem auf die fantastischen Reisen freuen (merken Sie den Unterschied?), die Sie unternehmen, wenn Sie arbeitsrechtlich gesehen Erholungsurlaub haben.

Wie das gehen soll? Das lehrte uns schon Konfuzius – ein schönes Wochenende!

Wir freuen uns auf Sie!

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Der MP Impuls zum Wochenende

Grübeln Sie auch?
Oft höre ich das von meinen Coachingnehmern, insbesondere wenn diese in belastenden Situationen zu mir kommen. “Ich kann schlecht einschlafen”, ist noch die positive Variante von gar nicht einschlafen. Die Gedanken drehen sich immer weiter, alle möglichen Szenarien arbeitet der Kopf durch – leider meistens vor allem negative.

“Bestimmt wird…”, “Sicher werde ich…”, “Wenn ich nur…” – natürlich kann man mit all diesen Ängsten nicht einschlafen.

Nun prüfen Sie doch selbst einmal kritisch Ihre Lebenserfahrungen? War es nicht viel öfter so, dass Sie sich unnötig Sorgen gemacht haben und alles viel besser verlaufen ist, als Sie es sich tagelang ausgemalt hatten?

Eben – die meisten Grübeleien können wir uns sparen, denn sie helfen uns nicht weiter. Was irgendwann kommt, können wir jetzt nicht beeinflussen. Hilfreich ist zu prüfen, was wir jetzt tun können, um uns z.B. gut auf einen Termin vorzubereiten – und das tun Sie dann bitte auch.

Zwei Kollegen vor mir haben das in einem Ihrer Vorträge mal so ausgedrückt:

“Was nicht ist, ist nicht!”

Mit dem was Sie sich jetzt gerade alles an Szenarien ausmahlen, werden Sie sich größtenteils wahrscheinlich nie auseinandersetzen müssen, weil die Szenarien nicht eintreten. Mit dem einen Szenario, das tatsächlich eintritt, können Sie sich auseinandersetzen, wenn es so weit ist, denn dann ist es Gegenwart und Sie können es beeinflussen – TUN ist viel besser als Grübeln.

Und – Sie erinnern sich an meine Frage weiter oben? Genau, das eine Szenario, mit dem Sie sich dann auseinander setzen werden, ist höchst wahrscheinlich viel positiver als Sie es gerade erwarten.

Wir freuen uns auf Sie!

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