Wenn Arzt und Labor nichts „finden“ können!

von Kerstin Rochow

Gerade psychische Störungen führen in Deutschland von Jahr zu Jahr zu mehr Krankschreibungen. Nach Studien der Krankenkasse, hat sich der Anteil der Arbeitsunfähigkeits-Zeiten durch psychische Erkrankungen seit 1993 mehr als verdoppelt. Als wesentliche Ursache für Arbeitsunfähigkeit werden insbesondere depressive Störungen, Angststörungen und „somatoforme Störungen“, d.h. körperliche Krankheiten, für die keine körperlichen Ursachen nachweisbar sind, genannt. Die Betroffenen klagen beispielsweise über nervöses Magenleiden, Schlaflosigkeit, Schwindel und Antriebslosigkeit, bis hin zu unterschiedlichsten körperlichen Schmerzen. Alarmierend ist gleichzeitig die Erkenntnis, dass immer mehr Menschen aufgrund einer psychischen Erkrankung frühzeitig ihr Erwerbsleben beenden und immer mehr Kinder und Jugendliche betroffen sind.

„Das Leben ist kein Zuckerschlecken/Ponnyhof“, „Von nichts – kommt nichts“, „Ich lebe um zu arbeiten und fühle mich wie in einem Hamsterrad“, „Ich muss doch funktionieren“ – so oder ähnlich beschreiben viele Menschen in unserer Gesellschaft ihre Gefühle zum alltäglichen Leben.

Tatsächlich leben wir heute in einer schnelllebigen Welt des allgegenwärtigen Innovationsstrebens. Familie und Beruf, Glück und Karriere scheinen sich zu widersprechen und immer schwieriger miteinander vereinbar. Wir benötigen immer mehr Problemlösungsstrategien und professionelle Unterstützung, um den Spagat zwischen dem Wunschbild des freien, glücklichen und sicheren Lebens sowie die Pflichten und Ansprüche des Alltags gesund zu meistern. Erschwerend stößt ein immer stärker werdender Perfektionsanspruch des Einzelnen auf Situationen, in denen schnelle, oftmals improvisierte Zwischenlösungen gefunden werden müssen. Die Bereitschaft Fehler als Lernchance und notwendige Vorbedingung für Lösungen zu akzeptieren wird gerade in der Berufswelt immer geringer, da der Mitbewerber „nicht wartet“. Der Verstand wird immer dominanter durch die Forderungen und Prägungen aus Erziehung, Schule, Studium und Arbeit; die Intuition wird immer mehr „ausgebremst“.

Eine Zerreißprobe der Gesellschaft zu Lasten der Gesundheit eines jeden Einzelnen? Was können Betroffene für sich tun, um wieder deutlich an Lebensqualität zu gewinnen?

Eine auf Vertrauen basierende Arzt-Patienten-Beziehung und das Ernstnehmen der zugrundeliegenden Symptome sind ebenso wichtig, wie die Ursachenergründung der Beschwerden.

Die Behandlungsmethoden und therapeutischen Heilverfahren haben sich mit der wachsenden Erkenntnis darüber, wie wir Menschen handeln und weshalb wir dies auf die ein oder andere Weise tun, deutlich weiterentwickelt. Erkenntnisse aus der Hirnforschung (Neurowissenschaft), der Evolutionsbiologie sowie die psychologische Erforschung des Unbewussten, haben gravierend dazu beigetragen, den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit zu betrachten und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass ein Großteil unserer Denkprozesse und daraus resultierenden Handlungen unbewusst ablaufen.

Wie sehr unser Denken und die „verankerte Glaubenssätze“ unsere Emotionen und unser gesamtes Befinden beeinflussen, hat die Placebo-Forschung in vielfältigen Therapiestudien belegt.

Hilfe durch Auflösung unerwünschter Gedanken- und Verhaltensmuster verspricht die Hypnosetherapie. Durch verschiedene Hypnosetechniken wird bei dem Hypnosepatienten ein veränderter Bewusstseinszustand herbeigeführt. Dies erfolgt durch das Erreichen eines Trancezustandes. Der im Alltag starke Einfluss des Verstandes nimmt dadurch gezielt ab. Hierdurch erhält der Hypnosetherapeut Zugang zu dem Unterbewussten, welches dann direkt ansprechbar ist. Dies bedeutet, dass der Patient fördernde, bewusstseinsstärkende Suggestionen annehmen kann und hemmende Glaubenssätze, die im Unterbewusstsein gespeichert sind, verändert werden können. Die Anwendungsmöglichkeiten der Hypnose sind hierbei vielschichtig. Der Schwerpunkt liegt in der Gesundheitsprävention und Begleitung von Veränderungs- und Persönlichkeitsentwicklungsprozessen.

Hypnose hilft Ihnen beispielsweise zur Stärkung des Selbstbewusstseins/Selbstwertgefühls, im Umgang mit Stress –Situationen, zur Stärkung Ihrer Selbstheilungskräfte, zur Förderung eines „gesunden“ Schlafs, zur Steigerung Ihrer Eigenmotivation, im Umgang mit Ängsten, u.v.m. und somit zur Steigerung Ihrer Lebensqualität. Hypnose ist primär eine lösungsorientierte Behandlungsmethode.

Die EMDR-Therapie ist ein weiteres Verfahren, das einen veränderten Bewusstseinszustand dazu nutzt, um Verhaltensänderungen zu ermöglichen, gedankliche Strukturen neu zu verknüpfen und unproduktive Einstellungen und Haltungen zu korrigieren sowie förderlich zu verändern. EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ sinngemäß ins Deutsche übersetzt bedeutet dies: Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen. Emotional belastende Ereignisse und Empfindungen werden restrukturiert, verarbeitet und zu lösungsorientierten Denkprozessen „geleitet“. Durch diese Neuverarbeitung (Reprocessing) wird bewirkt, dass das Erlebnis (auch traumatische Erlebnisse)  als eine gemachte Erfahrung zwar noch existiert, in der Erinnerung und somit im alltäglichen Leben aber nicht mehr ständig präsent bzw. hemmend ist.

Die Hypnose- sowie die EMDR-Therapie sind heute wirksame, anerkannte Ergänzungen zu der nach wie vor grundlegenden schulmedizinischen Diagnostik. Nach einigen Hypnose- bzw. EMDR-Sitzungen können deutliche Erfolge festgestellt werden, die Ihre Lebensqualität entscheidend verbessert und das Tor zu einem liebevollen Umgang mit sich und einem erfüllten Leben öffnet! Förderlich erweist sich hier insbesondere ein „Hand-in-Hand“-Vertrauensverhältnis zwischen Arzt, Patient und Hypnose-/EMDR-Therapeuten.

http://www.kerstin-rochow.de

 

Ein Gedanke zu „Wenn Arzt und Labor nichts „finden“ können!“

  1. Mit diesem Beitrag stelle ich meine liebe Kollegin Kerstin Rochow , die seit vielen Jahren erfolgreich als Coach sowie Hypnose- und EMDR-Therapeutin in der Nähe von Köln arbeitet. Vielen Dank, dass Du dabei bist, liebe Kerstin!

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