An den Bedürfnissen der Generation Y vorbei

Was muss ich tun, um als Unternehmen die guten Arbeitskräfte der Generation Y zu gewinnen und dauerhaft an mich zu binden? Eine aktuelle Studie der Berater Culen und Mayerhofer in Zusammenarbeit mit der Universität Wien deutet daraufhin, dass zumindest viele Unternehmen mit ihren diesbezüglichen Bemühungen die Erwartungen der Genration Y  nicht erfüllen.
Die in mangerseminare 5/2018 zitierte Studie ergab nämlich, dass die Bewerber vor allem auf eine gute Führung reflektieren, wobei sie darunter eine Führung verstehen, die sowohl fordert als auch  fördert und unterstützt.

Wieder einmal wird damit deutlich, was schon so viele Studien belegt haben. Den Schlüssel zum Erfolg im Sinne von Arbeitszufriedenheit, Mitarbeiterloyalität und optimaler Potentialentfaltung halten die Führungskräfte in der Hand. Dabei werden heute an die Führungskräfte deutlich höhere Erwartungen gestellt, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Motivation kann kaum noch über Geld oder Incentives hergestellt werden, gefordert werden vielmehr Entwicklungschancen, Gestaltungsmöglichkeiten, echtes Interesse in Form von Coaching oder Mentoring und herausfordernde Aufgaben, die eine entsprechende persönliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten, um nur einige zu nennen.

Interessanter Weise wollen die Befragten der Generation Y gleichzeitig weniger arbeiten, nur 42% der 350 Befragten streben einen Vollzeitjob an. Auch wollen sie lieber nicht allzu viel Verantwortung tragen, denn wichtiger ist Ihnen vielmehr, weniger Zeit im Job zu verbringen, 30-35 Stunden erscheinen attraktiv.

Die so oft als allzu wichtig angesehene Selbstbestimmtheit in der Arbeit war nur für 20% der Befragten von besonderer Bedeutung und liegt damit weit hinter  interessanten Weiterbildungsmöglichkeiten mit 60%. Ein attraktives Einstiegsgehalt wird ebenfalls hoch angesiedelt, was bei einem Altersdurchschnitt der Befragten von 25 Jahren nicht weiter verwundert.

Zurück nochmal zum Thema Führung:

Die Konflikte liegen auf der Hand, sind doch viele der heutigen Führungskräfte beruflich noch mit ganz anderen Werten aufgewachsen, als sie von den jungen Mitarbeitern heute gelebt werden. Hier wird der gesellschaftliche Wertewandel besonders deutlich.  Vorbei die Zeit der 60-70 Stundenwochen, vorbei die Zeit der uneingeschränkten Priorität auf die Karriere, vorbei die Zeit, in der Entbehrungen für den beruflichen Erfolg selbstverständlich waren. „Aber ich habe auch…“, höre ich viele Vorgesetzte sagen und natürlich haben sie damit Recht. Doch da tappen sie gleichzeitig in die Zeitfalle, denn die Vergangenheit ist vorbei. Sinnlos der Versuch das eigene Karriereschema an die heutigen Berufseinsteiger anzulegen.

Wer die guten Leute haben möchte, ist gefordert, anders vorzugehen. Nicht die Arbeitnehmer gilt es an die vorhandenen Führungskräfte anzupassen. Die Machtverhältnisse des heutigen Arbeitsmarktes erfordern längst, die vorhandenen Führungskräfte an die Mitarbeiter anzupassen. Damit ist klar, dass Führung sich nachhaltig verändern muss, was die aktuelle Studie wieder einmal eindrucksvoll belegt.

Also zögern Sie nicht – verändern Sie Führung in Ihrem Unternehmen hin zu modernen Netzwerkmangern mit einer coachenden Grundhaltung und einem echten Interesse an Menschen. Los geht´s!

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Coachender Führungsstil fördert Mitarbeitermotivation

Immer deutlicher zeigen aktuelle Umfragen, wie Führungskräfte ihr Verhalten verändern müssen, wenn sie einen positiven Beitrag zur Mitarbeitermotivation leisten wollen. Auch Forsa hat im Auftrag der Unternehmensberatung Penning Consulting eine Befragung unter 90 HR-Führungskräften durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt im zweiten Teil des „Führungsbarometers 2017“ vorgelegt werden (Quelle: managerseminare 4/2018).

Wie schon andere Studien, so belegt auch diese, dass in Unternehmen, in denen die Mitarbeitermotivation als hoch eingestuft wird, vor allem ein respektvoller Umgang zwischen Mitarbeitern und Führungskräften herrscht, was allem voran das Vertrauen fördert. Fast in logischer Konsequent führen die Führungskräfte solcher Unternehmen mit einer coachenden Grundhaltung und somit mit ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe. Regelmäßiges Feed-Back und die Bereitschaft, Entscheidungskompetenzen auf die Mitarbeiter zu übertragen, gehören ebenfalls zum Alltag dieser Führungskräfte.

Inzwischen sind ähnliche Ergebnisse so oft vorgelegt worden, dass sie wohl als gesichert angesehen werden können. Dies umso mehr, als dass auch umgekehrt die Ergebnisse plausibel sind: In Unternehmen, in denen die Mitarbeiter als nicht so engagiert beschrieben werden, war nur etwa jede dritte Führungskraft in einer coachenden Grundhaltung unterwegs. Nur jede fünfte Führungskraft gab ihren Mitarbeitern regelmäßig Feed-Back.

Sie haben als Führungskraft den Schlüssel zum Erfolg also in der Hand – sorgen Sie mit Respekt und einem coachenden Führungsstil für eine positive Unternehmenskultur und damit für mehr Engagement ihrer Mitarbeiter.

 

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„Achtsamkeit erhöhen“ – emotionale Lage erkennen

Profifußballer sind auch nur Mitarbeiter – und deshalb kann – wie schon so oft – auch aktuell der Spitzensport einen Impuls für Führung und Management in den Unternehmen liefern.

Per Mertesacker hat mit seinem Interview eine beachtenswerte Debatte zur psychischen Verfassung im Profifußball angestoßen.

Einen wertvollen und selbstkritischen Beitrag liefert nun Ewald Lienen in einem Interview im Spiegel (12/2018), aus dem das folgende Zitat stammt:

Ich finde, man bracht eigentlich gar nicht viele weitere Ausführungen zu machen, um die Relevanz für den Führungsalltag in den Unternehmen zu thematisieren.

Auch in den Unternehmen herrscht Erfolgsdruck und frisst das Tagesgeschäft alle Zeit im Allgemeinen auf. Erfolgreich führen bedeutet aber, möglichst viel über seine Mitarbeiter zu wissen und individuell auf sie einzugehen.

Es reicht deshalb, ein paar kritische Fragen aufzuwerfen, die Führungskräfte sich stellen sollten:

Was wissen Sie wirklich über Ihre Mitarbeiter? Ihre wahren Motivatoren, ihre Träume und Ziele, ihr privates Umfeld, ihre aktuellen Probleme und Sorgen?

Ewald Lienen beschreibt das mit „Achtsamkeit erhöhen“ und hat Recht damit. Für viele Führungskräfte bedeutet das aber weit mehr, nämlich zunächst einmal ihren aktuellen Führungsstil kritisch zu hinterfragen und im zweiten Schritt auch zu verändern.

Und das ist zweifelsfrei eine große Herausforderung!

 

(Das lesenswerte vollständige Interview mit Ewald Lienen findet sich in:
Der Spiegel 12/2018, S. 97ff)